BESST-Workshop 2026: Von Seed Grants, Reviewer #2 und der Kunst, gute Ideen zu finanzieren [02.06.26]
Wie entsteht ein erfolgreicher Förderantrag? Und was passiert, wenn er zunächst abgelehnt wird? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich Professor:innen, Postdocs und Promovierende wie auch die Abteilung Forschung beim BESST – Business, Economics, and Social Sciences retreaT der Fakultät Wirtschaft und Sozialwissenschaften im Balkonsaal der Universität Hohenheim am 1. Juni 2026.
Unter dem Motto „Advancing Third-Party Funding Strategically“ drehte sich einen Tag lang alles um Forschungsförderung, Drittmittelstrategien und die Herausforderungen wissenschaftlicher Karrieren. Die Veranstaltung wurde von der Prodekanin für Forschung, wissenschaftliche Karrieren und Transfer der Fakultät, Prof. Dr. Marion Büttgen, moderiert.
Dabei wurde schnell deutlich: Erfolgreiche Forschung beginnt nicht erst mit einer Förderzusage. Die Referent:innen gaben offene Einblicke in ihre eigenen Erfahrungen mit Seed Grants, DFG-Anträgen, Programmen der Baden-Württemberg Stiftung, der VolkswagenStiftung und weiteren Förderformaten. Besonders spannend war dabei der Blick hinter die Kulissen: Nicht jeder erfolgreiche Antrag war auf Anhieb erfolgreich und manche Ablehnung erwies sich im Nachhinein sogar als wichtiger Schritt auf dem Weg zur Förderung.
Eine Neuerung des diesjährigen Workshops war der verstärkte Fokus auf Early Career Researchers. Postdocs berichteten von ihren persönlichen Förderwegen, strategischen Entscheidungen und den Herausforderungen beim Übergang von der Promotion zur wissenschaftlichen Eigenständigkeit. Für viele Teilnehmende bot dies nicht nur wertvolle Einblicke, sondern auch zahlreiche Anknüpfungspunkte für künftige Kooperationen.
Auch die Perspektive der Forschungsförderung kam nicht zu kurz. Vertreter:innen der Abteilung Forschung und Transfer zeigten auf, wie Wissenschaft und Verwaltung gemeinsam erfolgreiche Förderstrategien entwickeln können und warum gute Zusammenarbeit manchmal genauso wichtig ist wie eine gute Forschungsfrage.
Neben den fachlichen Beiträgen stand vor allem der Austausch im Mittelpunkt. In Diskussionen wurden Erfahrungen geteilt, Fragen gestellt, Kontakte geknüpft und neue Ideen entwickelt. Ganz im Sinne des BESST-Gedankens: voneinander lernen, miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam Forschung weiterdenken.
Für einen unterhaltsamen Abschluss sorgte die Verleihung der diesjährigen BESST Awards. Ausgezeichnet wurden nicht nur herausragende Präsentationen, sondern auch die aktive Beteiligung des Publikums:
Most Insightful Presentation Award: Dr. Gerda Asmus-Bluhm und Prof. Dr. Katja Schimmelpfeng
Brilliant Question Award: Frau Astrid Jansen
Reviewer #2 Award: Prof. Dr. Julia Fritz-Steuber
Mit einem Augenzwinkern griffen die Preise typische Elemente des Wissenschaftsalltags auf – von der klugen Frage bis zur berüchtigten Reviewer-Perspektive – und sorgten für viele Lacher im Publikum.
Der BESST-Workshop zeigte einmal mehr, dass Forschungsförderung weit mehr ist als Antragsformulare und Fristen: Sie lebt vom Austausch, von guten Ideen, von Beharrlichkeit und manchmal auch von der Bereitschaft, einen Antrag noch ein weiteres Mal einzureichen.
Kontakt: Dr. Verena Halbherr (verena.halbherr@uni-hohenheim.de)





